GESANGSUNTERRICHT (JAZZ, KLASSIK)

J A Z Z – G E S A N G

Der Umgang mit Kindern und Jugendlichen aber auch Erwachsenen in Verbindung mit Gesang, mit Musik, mit dem eigenen Potential der Stimme, erfordert Kreativität, Flexibilität, ein hohes Maß an Kommunikationsfreude, Hingabe Feingefühl und insbesondere Humor.

1.) Am Anfang steht die Arbeit an der Anatomie, den Körperstrukturen, dem Beckenboden, der Haltung und dem Rhythmus im Körper (Gehen, Klatschen, Bewegen)

2.)  Es folgt Atemtraining, langsam aufbauend, mittels zielgerichteten Übungen (Yoga, Middendorf, Feldenkrais, Linklater, Zwerchfellstütze/Konsonanten) sowie gezielte Entspannungsmethoden und Aufbaumethoden der Atemmuskulatur und des gesamten Körpers.

3.)  Die weiteren Schritte betreffen Klangformung, Lockerung und Elastizität in den Ansatzräumen: Kiefer, Lippen, Zungenmuskulatur, Gaumensegel.

4.)  Arbeit an der Klangformung mit Mundraum, Kiefer, Luftkanal. Vokalarbeit. Phonation. Resonanzen.

5.)  Von der Sprechstimme ausgehend Übergang zu tonale Übungen, wie z.B. einen Ton „halten können“ , also Umgang mit Kraft, Atem und Ressourcen.

6.)  Ton- und Intervalleiter-Übungen mit Begleitung am Klavier (Jella Jost)

7.)  Mit Tonarten experimentieren. Brust zu Kopfstimme und umgekehrt. Brüche erkennen. Übergänge möglich machen. Die Register.

8.)  Phrasierungen üben mit einfachen Wortkreationen in diversen Tempi.

9.)  Das Finden des persönlichen Tonart und des Pitchs, ohne ihn zu überschreiten. Stimmliche Grenzen erspüren und ausloten.

10.) Tonart & Emotion: welchen Appeal will man haben. Interpretation.

11.) Improvisation ad libitum mit Jazzpatterns am Klavier (Korrepetition: Jella      Jost)

12.) Fortgeschrittene: Arbeit an den Randschwingungen, Partialtönen. Optimierung von Stimmvolumen und Stimmqualität. Der Diamant wird geschliffen. Stimmhygiene. Vorbereitung auf Bühne- und Bühnenpräsenz, Umgang mit Booking, Veranstaltern, Bandmitgliedern, Technik und Technikern.

 

Ethik:

Jede und jeder kann singen. Es liegt uns allen im Blut. Viele (bewusste und unbewusste) Ängste blockieren oft das Singen oder den freien Ausdruck. Hier ist eine feine, einfühlsame hochqualifizierte Lehrerin oder Lehrer essentiell für die optimale Entwicklung eines Kindes, eines Jugendlichen oder eines Erwachsenen. Die jeweiligen Lebensphasen der Schüler und Schülerinnen gilt es mit einzubeziehen in die Didaktik. Die komplexen Stimm-, und Persönlichkeitstypen gilt es zu erkennen, subtil und gekonnt zu fördern und letztendlich mit viel Inspiration und Freude den Prozess des Singens zu vermitteln und in Gang zusetzen.