GESANGSUNTERRICHT

GESANGSUNTERRICHT: JAZZ | LIED | IMPROVISATION

Die menschliche Gesangs-Stimme überträgt Non-Verbales direkt und kann eine Vielfalt von Emotionen und Feinheiten ausdrücken. Mit ihrem natürlichen Umfang bis zu vier Oktaven kommuniziert sie unmittelbar. In einer geschützten und professionellen Unterrichtssituation offenbaren sich erworbene Blockaden und ästhetische Konzepte, welche das Potenzial und den Ausdruck der Stimme bremsen können. Diese Bremsen werden mit erprobten Methoden und Sanftheit geschmiert (Technik), geölt (Übung) und gelockert (Körper und Psyche).

WORUM ES GEHT:

  • STIMMBILDUNG
  • KÖRPERWAHRNEHMUNG | SENSIBILISIERUNG
  • ZWERCHFELL | INTERCOSTALRAUM | ATEMTECHNIKEN
  • SPIEL ZWISCHEN ENTSPANNUNG UND SPANNUNG
  • EMPOWERMENT |  KRAFT
  • SCHWINGUNG & MELODIE
  • EXPRESSION
  • KORREPITITION
  1. Am Anfang steht die Arbeit an Körperstruktur, Beckenboden und Rhythmus im Körper.
  2. Atemtraining, langsam aufbauend, mittels Yoga, Middendorf, Feldenkrais, Linklater. Zwerchfellstütze sowie gezielte Entspannungs- und Aufbaumethode der Atemmuskulatur.
  3. Klangformung, Lockerung und Elastizität in den Ansatzräumen: Kiefer, Lippen, Zungenmuskulatur, Gaumensegel. Vokalarbeit. Phonation. Resonanzen.
  4. Von der Sprechstimme ausgehend Übergang zu tonale Übungen, wie z.B. einen Ton „halten können“ , also Umgang mit Kraft, Atem und Ressourcen.
  5. Ton- und Intervalleiter-Übungen mit Begleitung am Klavier oder mit Akkordeon.
  6. Mit Tonarten experimentieren. Brust zu Kopfstimme und umgekehrt. Brüche erkennen. Übergänge möglich machen. Die Register.
  7. Phrasierungen üben mit einfachen Wortkreationen in diversen Tempi.
  8. Das Finden des persönlichen Tonart und des Pitchs, ohne ihn zu überschreiten. Stimmliche Grenzen erspüren und ausloten.
  9. Tonart & Emotion: welchen Appeal will man haben. Interpretation.
  10. Improvisation ad libitum mit Jazzpatterns (Korrepetition: Jella Jost)

Fortgeschrittene: Arbeit an den Randschwingungen, Partialtönen. Optimierung von Stimmvolumen und Stimmqualität. Der Diamant wird geschliffen. Stimmhygiene. Vorbereitung auf Bühne- und Bühnenpräsenz, Umgang mit Technik.

Ethik: Jede und jeder kann singen. Es liegt uns allen im Blut. Viele Ängste blockieren oft das Singen und den freien Ausdruck. Hier sind  einfühlsame, hochqualifizierte LehrerInnen essentiell für die optimale Entwicklung, da sie den komplexen Stimm- und Persönlichkeitstypen mit Inspiration und Know-How begegnen und den Prozess des Singens in Gang zusetzen fähig sind. 

Beispiele für Interpretationen von Jazz, Brecht und Weill-Songs mit Jella Jost:

Video 1: Stimme live unplugged

Video 2: Stimme live verstärkt